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Unternehmensbewertung kostenlos: So ermitteln Sie Ihren ersten Firmenwert

Erfahren Sie, wie Sie eine erste kostenlose Unternehmensbewertung erhalten — EBITDA-Multiples erklärt, Limitationen ehrlich dargestellt, kostenloser Online-Check.

Was ist eine Unternehmensbewertung — und warum brauchen Sie sie?

Ob Sie Ihre Firma verkaufen möchten, die Nachfolge regeln oder einfach wissen wollen, was Sie über Jahrzehnte aufgebaut haben: Eine realistische Einschätzung des Unternehmenswertes ist der erste und wichtigste Schritt.

Das Problem: Viele Unternehmer starten Verkaufsgespräche ohne diese Grundlage. Sie verhandeln blind — und verlassen sich auf Schätzungen, Daumenregeln oder den Rat von Steuerberatern, deren Kompetenz eher auf der steuerlichen als auf der M&A-Seite liegt.

Eine erste Bewertung muss nicht teuer sein. Mit den richtigen Methoden und den verfügbaren Marktdaten können Sie sich in wenigen Minuten eine belastbare Ersteinschätzung verschaffen — kostenlos, ohne Berater, ohne Wartezeit.

Jetzt kostenlosen Firmenwert ermitteln

Die drei gängigsten Bewertungsmethoden für den Mittelstand

1. EBITDA-Multiple-Verfahren (Marktverfahren)

Das EBITDA-Multiple ist die Standardmethode in der M&A-Praxis für kleine und mittlere Unternehmen. Sie funktioniert so:

Firmenwert = Normalisiertes EBITDA × Branchenspezifischer Multiple

Das normalisierte EBITDA ist der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, bereinigt um einmalige Effekte (z.B. außerordentliche Kosten, Geschäftsführergehalt über oder unter Marktniveau, private Ausgaben über das Unternehmen).

Der Branchenspezifische Multiple liegt je nach Sektor zwischen 3x und 10x EBITDA:

| Branche | Typische Multiple-Bandbreite | |---------|------------------------------| | Handwerk / Gebäudetechnik | 3,0x – 5,5x | | IT / Softwareentwicklung | 5,0x – 10,0x | | Gesundheitswesen / Arztpraxen | 4,0x – 7,5x | | Produktion / Industrie | 3,5x – 6,0x | | Dienstleistungen | 3,5x – 6,5x |

Warum Multiples variieren: Höhere Multiples werden für Unternehmen gezahlt, die skalierbarer sind, weniger inhaberabhängig und mit höherer Ertragsprognostizierbarkeit. IT-Unternehmen mit Recurring Revenue erzielen deshalb deutlich höhere Multiples als ein Ein-Mann-Handwerksbetrieb.

2. DCF-Methode (Discounted Cash Flow)

Die DCF-Methode berechnet den heutigen Wert der zukünftigen freien Cashflows des Unternehmens. Sie ist theoretisch präziser — aber erheblich aufwändiger und stark abhängig von Prämissen über Wachstum und Diskontierungszins.

Für typische Mittelstandsverkäufe (Umsatz 1–25 Mio. EUR) ist die DCF-Methode meist zu aufwändig und wird in der Praxis selten als alleiniges Verfahren eingesetzt. Sie kommt vor allem bei größeren Transaktionen und als Plausibilitätsprüfung zum Einsatz.

3. Substanzwertverfahren

Der Substanzwert berechnet den Wiederbeschaffungswert aller Vermögensgegenstände abzüglich Schulden. Problem: Er ignoriert den Ertragswert des Unternehmens und damit das, was Käufer in der Praxis interessiert. Ein IT-Unternehmen mit 3 Millionen Euro Umsatz, aber nur 50.000 Euro Anlagevermögen hat nach Substanzwert fast nichts — nach EBITDA-Multiple möglicherweise 3–5 Millionen Euro.

Das Substanzwertverfahren ist relevant für substanzreiche Unternehmen (z.B. Immobilienbesitz, produzierendes Gewerbe mit hohem Maschinenbestand) und gilt als untere Wertgrenze.

Was eine kostenlose Bewertung leisten kann — und was nicht

Eine kostenlose Online-Bewertung ist eine Orientierungsgröße, kein Gutachten. Hier ist eine ehrliche Einschätzung:

Was kostenlos möglich ist:

  • Erste Wertbandbreite auf Basis von Branchen-Multiples und öffentlichen Marktdaten
  • Identifikation des relevanten Werttreibers (EBITDA-Basis)
  • Einschätzung, ob der eigene Vorstellungspreis plausibel ist
  • Vorbereitung für erste Gespräche mit M&A-Beratern

Was eine qualifizierte Bewertung zusätzlich leistet:

  • Normalisierung des EBITDA (Bereinigung um Sondereffekte)
  • Bewertung immaterieller Werte (Marke, Kundenstamm, Know-how)
  • Kaufpreisstrukturierung (Earn-out, Seller's Note, Stundung)
  • Verhandlungsführung und Dokumentation für Due-Diligence-Prozesse

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Die wichtigsten Werttreiber für Ihren Unternehmenswert

Egal welche Methode verwendet wird — diese Faktoren erhöhen den Firmenwert systematisch:

1. Geringe Inhaberabhängigkeit Unternehmen, die stark vom Eigentümer abhängen (Kundenbeziehungen, Fachkenntnisse, Netzwerk), werden mit Abschlägen bewertet. Käufer zahlen mehr, wenn das Unternehmen "ohne Sie läuft".

2. Wiederkehrende Umsätze (Recurring Revenue) Wartungsverträge, Abonnements, Rahmenverträge — alles, was planbare zukünftige Einnahmen sichert, erhöht den Multiple erheblich.

3. Dokumentierte Prozesse und saubere Buchhaltung Eine aufgeräumte Finanzbuchhaltung, digitale Personalunterlagen und dokumentierte Betriebsabläufe reduzieren das Risiko aus Käufersicht und verkürzen die Due-Diligence-Phase.

4. Kundendiversifikation Wenn mehr als 30% des Umsatzes auf einen einzelnen Kunden entfallen, wertet dies ein Käufer als erhebliches Risiko. Breit diversifizierte Kundenstämme werden höher bewertet.

5. Wachstumstrend Ein Unternehmen mit 3 Jahren positivem Umsatzwachstum erzielt höhere Multiples als ein stagnierendes Unternehmen, selbst bei ähnlichem absolutem EBITDA.

Schritt-für-Schritt: So ermitteln Sie Ihre erste Wertbandbreite

Schritt 1: EBITDA der letzten 3 Jahre ermitteln Nehmen Sie die Gewinn- und Verlustrechnung der letzten 3 Geschäftsjahre. Das EBITDA errechnet sich aus: Jahresergebnis + Zinsen + Steuern + Abschreibungen. Normalisieren Sie einmalige Effekte.

Schritt 2: Repräsentatives EBITDA festlegen Verwenden Sie das Durchschnitts-EBITDA der letzten 3 Jahre oder — bei klarem Wachstumstrend — das EBITDA des letzten abgeschlossenen Jahres. Vorsicht: Käufer werden ihr eigenes Bild entwickeln und Abweichungen hinterfragen.

Schritt 3: Branchenspezifische Multiple ermitteln Recherchieren Sie Vergleichstransaktionen oder nutzen Sie veröffentlichte Multiple-Daten für Ihre Branche. MeinFirmenExit aggregiert Daten aus deutschen M&A-Transaktionen und gibt Ihnen eine branchenspezifische Bandbreite.

Schritt 4: Anpassungen vornehmen Justieren Sie den Multiple nach oben oder unten basierend auf Ihren Werttreibern (Inhaberabhängigkeit, Kundendiversifikation, Recurring Revenue).

Schritt 5: Wertbandbreite berechnen Firmenwert = EBITDA × unterer Multiple bis EBITDA × oberer Multiple. Das ergibt Ihre erste Orientierungsbandbreite.

Häufige Fehler bei der Eigenbewertung

Zu optimistisches EBITDA: Wenn das EBITDA mit günstigen Annahmen "schöngeredet" wird, weichen Erwartung und tatsächliches Käuferangebot stark voneinander ab — das kostet Verhandlungsenergie und Glaubwürdigkeit.

Substanzwert statt Ertragswert: Viele Unternehmer berechnen den Wert ihrer Maschinen, des Warenlagers, der Fahrzeuge. Das ist der Substanzwert — den zahlt kein strategischer Käufer. Was zählt, ist die Ertragskraft.

Emotionaler Aufschlag: "Ich habe 20 Jahre meines Lebens investiert" ist nachvollziehbar, aber kein Bewertungskriterium. Käufer kaufen zukünftige Cashflows.

Steuerliche Bewertung mit betriebswirtschaftlicher Bewertung verwechseln: Der Steuerwert (z.B. für Erbschaftsteuer nach § 199 BewG) unterscheidet sich erheblich vom Marktwert.

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Fazit: Erste Orientierung kostenlos, qualifizierte Beratung bei konkretem Verkaufsvorhaben

Eine kostenlose Unternehmensbewertung gibt Ihnen die Grundlage für informierte Entscheidungen: Wann ist der richtige Zeitpunkt? Ist mein Preisvorstellung realistisch? Lohnt es sich, einen Berater zu mandatieren?

Wenn Sie einen konkreten Verkaufsprozess anstreben, empfehlen wir dennoch eine qualifizierte Bewertung durch einen M&A-Berater — insbesondere für Normalisierungen, Kaufpreisstrukturierung und Verhandlungsführung. Die kostenlose Erstbewertung ist der erste Schritt auf diesem Weg.

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